Geschichte des Imperiums


Nur sieben Larven überleben, als der Tag des Zorns über das Paradies der Anto‐Khâi hereinbricht und nahezu jedes Leben auf der bekannten Welt auslöscht. Doch aus Mut geboren und mit Hoffnung genährt, bauen die Alten, wie sie heute genannt werden, das Imperium wieder auf. In den vergangenen 515 Jahren nach dem Tag des Zorns sind jedoch unzählige neue Katastrophen über das Imperium hereingebrochen. Erlebe die Geschichte der Anto-Khâi, werde Zeuge epochaler Kriege, lerne Wissenswertes über das Zeitalter der Fresser und erfahre alles über Die Große Flut und den Krieg der Lüfte.

 


Vor dem Tag des Zorns (v.Z.)

Die bekannte Geschichte von Antzeit beginnt im Jahr 0, als die Welt, die bis zu diesem Zeitpunkt existierte, fast vollständig vernichtet wird. Was in der Zeit zuvor geschehen ist, kann das Volk der Anto‐Khâi nur vermuten und teilweise alten Schriften entnehmen, die tief unter der Erde gefunden wurden.

V.Z.: Wenn es um die Zeit des Alten Volkes geht, benutzen wir die Abkürzung v.Z., die für "vor dem Tag des Zorns" steht.

 

Nach dem Tag des Zorns (n.Z)

Nachdem die Welt im Jahr 0 vernichtet wird und nur wenige Anto‐Khâi überleben, beginnt die offizielle Geschichtsschreibung der Neuen Zeit. Alle Ereignisse von großer Wichtigkeit sind seit diesem Tag niedergeschrieben und mehr oder weniger genau datiert worden. Heute schreiben wir das Jahr 515 n.Z.

N.Z.: Wenn es um die Neue Zeit bzw. Neuzeit geht, benutzen wir die Abkürzung n.Z., die für "nach dem Tag des Zorns" steht.

 



Ausgewählte Ereignisse (n.Z.)


Das Jahr 0

Der Tag des Zorns

Im Jahr 0, dem Tag des Zorns, legt eine bis dahin unbekannte Spezies die gesamte Welt in Schutt und Asche. Die letzten Seiten eines Tagebuchs, das man später findet, beschreiben die Ereignisse ziemlich genau, doch dann enden sie abrupt. Der Autor bezeichnet die unbekannte Spezies immer wieder als "Böse Götter" ‐ später übernehmen Gelehrte den Begriff für die offizielle Geschichtsschreibung. Nur 7 Larven der Anto-Khâi überleben im Untergrund, die später "die Alten" genannt werden. Sie bauen das Imperium in den folgenden Jahrhunderten wieder auf.

 

Jahr 34 n.Z.

Gründung der Königreiche

Rund 30 Jahre später ist die Zahl der Anto‐Khâi angewachsen und nachdem die Prospektoren einige Jahre mit dem Erkunden der Welt beschäftigt waren, gründen die Alten im Jahr 34 n.Z. die Sieben Königreiche und rufen sich selbst zu Königinnen und Königen aus. Zu dieser Zeit lauten die Namen der Lande anders als heute. Auch kommt es in den nachfolgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder zu Umbenennungen der Königreiche, die von den Regenten initiiert werden. Auch Leitsprüche und Beinamen können sich in der Historie etablieren.

Jahr 51 n.Z.

Pantheonischer Glaube

Im Jahr 51 n.Z. werden Schriften in einer verschütteten Grabkammer entdeckt, die davon sprechen, dass sieben Heilgestalten die Welt neu ordnen werden, nachdem sie untergegangen ist. Die Gelehrten schließen darauf, dass es sich dabei um eine zweite Generation von Göttern handeln muss. Sie sehen es als ihre Pflicht an, diese fortan zu verehren und ihre Botschaft in die Welt zu tragen. Woher die Gelehrten die Botschaft bekamen und wie sie auf die Bezeichnung Pantheon kamen, ist nicht überliefert. Der Pantheonische Glaube verbreitet sich daraufhin.



Jahr 180 n.Z.

Entdeckung des Magbrosiums

Im Jahr 180 n.Z. begibt sich die Expedition der Sieben, ein imperialer Zusammenschluss von Prospektoren und Forschern, auf Erkundungen. Dabei entdeckt die Expedition farbige Flüssigkeiten in Zylindern, die süß wie Nektar schmecken. Im Jahr 183 n.Z. stellt man plötzlich Veränderungen bei den jungen Artgenossen fest: Einzelne sind in der Lage, allein durch die Kraft ihres Willens, unerklärliche Phänomene zu wirken. Andere wiederum spucken unkontrolliert Feuer oder frieren Freund und Feind in Eis ein. In Antgarien leitet man umfangreiche Forschungen und Untersuchungen ein.

 

Jahre 288-295 n.Z.

1. Krieg gg. Achtes Königreich

Im Jahr 288 n.Z. fallen die Spinnen des Achten Königreichs zum ersten Mal in die Länder der Anto‐Khâi ein. Zahlenmäßig zwar unterlegen, in Größe und Agilität jedoch im Vorteil, strömen die Armeen von Osten über die imperialen Grenzen. Binnen weniger Monate löschen die Achtbeiner unzählige Städte und Länder aus und lassen die Bevölkerungszahl des Imperiums von über 4,4 Millionen auf einen Bruchteil schrumpfen. Die grässlichen Wesen töten scheinbar ohne Grund, zudem hüllen sie Burgen und Städte und sogar den Weltenbaum der Blatt-Anto-Khâi in schwarze Seide.

 

Jahr 302 n.Z.

Imperialer Hummelpakt

Im Jahr 302 n.Z. kommt es zu einer Übereinkunft mit der Spezies der Hummeln, geflügelte Wesen mit dicken Pelzkörpern. Der Pakt sieht vor, dass jede Hummel ein Recht auf Nahrung und Honig genießt und dass jede größere Stadt einen Landeplatz mit Vorräten einzurichten hat. Als Gegenleistung tragen die geflügelten Wesen ihre Gönner quer durchs Land. Bis heute fliegen die Hummeln jeden Tag unzählige Ziele an, und mit der Gilde der Hummelkutschen hat sich eine Institution gebildet, die aus der Luftfahrt ein Geschäft mit reißendem Absatz macht. Anto-Khâi können den Dienst jederzeit nutzen.

 



Jahre 392-404 n.Z.

Invasion der Asseln

Noch während der 3. Krieg gegen das Achte Königreich tobt, dringt eine weitere Partei in die Länder des Imperiums ein: Die bis dato nur selten anzutreffende Spezies der Asseln, die auf den Assel‐Inseln im Westen lebt, nutzt im Jahr 391 n.Z. einen glücklichen Zufall, um das Meer zu überqueren. Die Geschöpfe werden in mehrere kleine Scharmützel mit Rittern und Soldaten Antgariens verwickelt, können aber nicht besiegt werden. Vielmehr teilen sich die Krâznâk‐Khâi in kleine Gruppen auf und breiten sich in den kommenden Jahren im gesamten Imperium aus.

 

Jahre 416-426 n.Z.

Epoche des Giftregens

Im 1. Monat des Jahres 416 n.Z. setzt eine schwere Naturkatastrophe ein, ein giftiger Regen, der jedes Lebewesen bei Kontakt innerhalb weniger Sekunden tötet. Die Bevölkerungszahlen im Imperium sinken in den zehn Jahren des beinahe Dauerregens dramatisch in den Keller. Aber auch andere Spezies werden enorm dezimiert. Vor allem die Spinnen und Wespen werden in ihren Erdhöhlen und Bodenlöchern mit Gift praktisch ertränkt, zersetzt und anschließend davongespült. Im Jahr 426 n.Z. lässt der Regen zwar nach, die meisten Flüsse und Seen sind aber weitestgehend vergiftet.

 

Jahr 492 n.Z.

Die Große Flut

Im Jahr 492 n.Z. ergießt sich eine gewaltige Flut über das Imperium, kommend aus dem Osten. Der Zauberwald Caeth Eyanór im Königreich Weltenbaum leitet die Wassermassen durch sich hindurch, kann die enormen Auswirkungen auf andere Länder aber nicht verhindern. Zwar können durch Rettungsflüge der verbündeten Hummeln viele Ertrinkende gerettet werden, bis heute (515 n.Z.) sind die Wassermassen aber nicht vollständig abgeflossen ‐ und werden das vermutlich auch nie. Durch die Katastrophe werden viele Grenzen verschoben und Opfer gezählt.